Notarielle beurkundung gbr Vertrag

By 2020-07-31No Comments

Räumt der Gesellschaftsvertrag einem Gesellschafter Einzelvertretungsmacht ein, kann diese gemäß § 715 BGB aus wichtigem Grund entzogen werden. Die Gesellschaft beginnt am ……………… Ihre Dauer ist unbestimmt. Der Gesellschaftsvertrag kann unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten jeweils zum Schluss eines Kalenderjahres gekündigt werden. Bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Abkürzung GbR oder GdbR, auch BGB-Gesellschaft) handelt es sich nach deutschem Gesellschaftsrecht gemäß § 705 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) um einen Zusammenschluss mindestens zweier Rechtssubjekte als Gesellschafter, die sich durch einen Gesellschaftsvertrag gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern. Sowohl die Geschäftsführungsbefugnis als auch das Vertretungsrecht stehen grundsätzlich den Gesellschaftern nur gemeinsam zu mit der Folge, dass für jede Art von Tätigkeit die Zustimmung aller Gesellschafter notwendig ist. Von dieser grundsätzlichen gesetzlichen Regelung kann im Gesellschaftsvertrag abgewichen werden. Denkbar ist z. B. die Beschränkung der Geschäftsführungsbefugnis in der Weise, dass die Anschaffung bestimmter Gegenstände an eine Höchstsumme gekoppelt wird. Denkbar ist weiterhin, die Geschäftsführung nach Bereichen aufzuteilen, d. h.

z. B. einem Gesellschafter die Produktion und einem anderen das Rechnungswesen zu übertragen. Grundlegende Entscheidungen sollten jedoch in jedem Falle der Zustimmung aller Gesellschafter vorbehalten bleiben, um keine unnötigen Streitigkeiten aufkommen zu lassen. Bei der Vertretung der GbR nach außen gelten in der Regel die gleichen Verhältnisse wie bei der Geschäftsführung. Auch hier kann der Gesellschaftsvertrag abweichende Vereinbarungen festhalten, wenn Sie die GbR gründen. Egal welche Regelungen bei der GbR Gründung getroffen werden, auch den nicht-geschäftsführenden und nicht-vertretungsbefugten Gesellschaftern steht ein Kontroll- und Informationsrecht zu. Außerdem bedürfen Geschäfte von größerer Bedeutung stets der Zustimmung aller Gesellschafter der Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts muss nicht immer einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag haben. Das Bürgerliche Gesetzbuch enthält eine Vielzahl von Regelungen, die gelten, soweit nichts anderes vereinbart ist. Nach dem BGB sind die Gesellschafter im Zweifel zu gleichen Teilen am Gesellschaftsvermögen und am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt.

Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch alle Gesellschafter gemeinschaftlich. Ein Gesellschafter kann seinen Anteil an der Gesellschaft nur mit Zustimmung aller Mitgesellschafter übertragen. Notarieller Beurkundung bedarf der Gesellschaftsvertrag einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts nur in Ausnahmefällen, insbesondere dann, wenn er eine Verpflichtung zur Übertragung einer Immobilie oder eines GmbH-Anteils begründet. Nach der traditionellen Auffassung, die bis 2001 in der Rechtswissenschaft vorherrschte, handelt es sich bei der GbR um ein bloßes Schuldverhältnis zwischen den Gesellschaftern, nicht hingegen um die Grundlage eines Rechtsträgers. Hiernach ist die GbR nicht rechtsfähig. Handeln die Gesellschafter daher für die Gesellschaft, erwerben sie für sich selbst und ihre Mitgesellschafter Rechte und Pflichten. Kraft des Gesellschaftsvertrags sind sie zu einer Gesamthandsgemeinschaft verbunden, die ihnen Beschränkungen im Umgang mit dem Erworbenen auferlegt. [22] Bei der Entstehung einer Gesellschaft wird zwischen dem Innen- und dem Außenverhältnis unterschieden.